Kleiner Riese – U3

Wir haben einen kleinen Riesen. 🙈 57 cm ist der kleine Mann! Aber besteht glaube ich hauptsächlich aus Bein und Kopf, denn die Bodys passen noch ohne Probleme. Der Kopfumfang beträgt 39 cm und er wiegt 4955 Gramm. Die Hüfte ist super und alles andere auch. Bei den Turnübungen 🙈 hat er auch nicht geweint. Tapferer Kerl. 😍

Zum ersten Mal hat er mich auch heute bewusst angelacht 😍😍😍 (den Papa schon gestern… 😏 Sauerei 🤣). Das ist echt ein Wahnsinnsmoment. 😍 Kinderlachen ist und bleibt das Größte. 💖

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6 Wochen Hasibub

Es ist immer erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht, ich glaube, dass brauch ich keiner Mama erzählen. Der Rest glaubt mir sowieso nicht, denn ich habe es früher auch nicht geglaubt. 😂 Aber ja, die Zeit vergeht irre schnell.

Eigentlich ist es aber nicht verwunderlich. Nachts wird der Bub wach, mit stillen und wickeln ist man gut fast eine Stunde beschäftigt. Mindestens. Das ändert sich auch im Verlauf des Tages nicht. Dann legt man sich irgendwann mit dem Kind hin, weil man soll ja schlafen, wenn es das Kind tut. Je nach Laune sind dann 2 – 4 Stunden weg. An die frische Luft sollte man ja auch, vorzugsweise gehen wir wenn das Kind schläft (kollidiert natürlich mit oben erwähntem Hinweis). Dann soll man noch so profane Dinge wie Essen, Trinken, Duschen, Klo, kochen und Haushalt machen. Und das Baby bespaßen wenn es wach ist. Was immer häufiger und immer länger der Fall ist. Gerade vormittags die Schläfchen beschränken sich auf Zeiträume zwischen 10 und 40 Minuten. Egal ob im Kinderwagen oder im Stubenwagen. Nur bei Mama hält man es länger aus. 😉 Allerdings Mama nicht immer so lange aufgrund den erwähnten profanen Dinge. 😂

Raphael wächst und gedeiht super. Genaue Daten habe ich morgen, da haben wir die U3, aber er wiegt circa 5 kg und ist 55 cm groß. Die Haare fallen aus 🙈 und so langsam bekommt er Speck. Babyakne hat er auch, aber das wird so langsam wieder.

Raphael wird auch immer aktiver. Unter dem Spielbogen gluckst er manchmal total goldig. Er lächelt auch immer öfter, aber noch nicht ganz bewusst. Lange wird es aber nicht mehr dauern. 😍

Total goldig ist, dass er manchmal lautlos kichert nach dem stillen. Dann grinst er unbewusst und kichert los, dass es den ganzen kleinen Körper durch schüttelt. 🤭

Faszinierend ist auch, was für Geräusche aus so einem kleinen Körper kommen können. Wie ein Großer. 😂 Das Bauchweh begleitet uns weiterhin. Lag wohl doch nicht am Antibiotika. 😬 Aber er steckt es weiterhin recht gut weg. Oft hat er halt gerade nachts Bauchweh und drückt und jammert im Schlaf. Das hält mich dann halt wach. Aber vielleicht haben wir ja in 6 Wochen Ruhe. 🙈

Mama geht es soweit auch gut. Die Haut ist ultratrocken. Besonders die Kopfhaut. Da vermisse ich die Schwangerschaft und die Hormone doch schon. Das Startgewicht habe ich auch noch nicht erreicht, was mich aber nicht wundert. Man isst halt schnell und wenn Zeit ist und stopft sich halt irgendwas rein, was gerade zur Hand ist. Weniger Bewegung kommt auch noch dazu, der Rest erübrigt sich dann von selbst. Aber das wird schon irgendwann. 😃 Schlaf bekomme ich fast auch genug. Einmal war der Fall, das ich wirklich im Sitzen hätte einschlafen können, aber sonst geht es zum Glück. 🙂

Der Wochenfluss ist wohl jetzt nach 6 Wochen scheinbar auch endlich vorbei. Hallelujah! War doch jetzt recht nervig.

Und tschüss!

Der erste Schlafi in „50/56“ ist ausgezogen. Das Kind ist ganz schön lang. 🙈

Vor allem, da der Schlafi eigentlich ne 62 ist… 😏

Ansonsten geht es uns prima. 🤗 Raphael wiegt 4780 Gramm, Länge weiß ich gerade nicht. Beim schlafen in Bauchlage (unter Beobachtung) wird der Kopf auch mittlerweile selbständig leicht gehoben und gedreht.

Des Weiteren war heute die Hebamme zum letzten Mal mit den Worten: „Es gibt hier nichts mehr für mich zu tun. Sie machen das so super“; da. 😅 Aber Nägel haben wir heute noch – zum ersten Mal – geschnitten. Und wenn was ist, kann ich mich jederzeit melden.

Wir können echt nicht klagen. 😍😍😍

Übung macht den Meister – 4 Wochen Hasibub

Heute ist der Bub schon 4 Wochen bei uns. Wann ist das denn passiert?

Mittlerweile haben wir uns ganz gut eingegroovt. So ein Krankenhausaufenthalt bringt einen doch etwas aus dem Tritt, wenn man noch keinen wirklichen Rhythmus hat. Das Stillen klappt wunderbar und er wiegt circa 4,3 kg.

Außerdem habe ich eine kleine Frostbeule zu Hause. Ohne Strumpfhose, Hose und Söckchen geht gar nichts und die Füße sind kalt. Eingewickelt in die Decke (unter Beobachtung) ist ein Muss. Nachts schläft er mit Schlafsack. Die Hände sind quasi eh Dauerkalt, aber das macht nichts.

Der Kopf wird auch schon fleißig gehoben, auch wenn er oft einfach wieder runter plumpst. Das darf er jetzt natürlich noch, aber wir üben auch immer wieder die Bauchlage.

Eingeschlafen wird entweder beim stillen oder bei Mama im Arm. Selten einfach so, aber das haben wir auch noch nicht wirklich probiert. Muss man auch noch nicht unbedingt, finde ich. Der Schnuller wird soweit akzeptiert, wird aber ausgespuckt wenn man Hunger hat oder zufrieden ist. 🙂

Die Nächte sind auch ganz in Ordnung. Die Regel sind circa 4 Stunden am Stück. Durch das Antibiotika (heute letzter Tag hurraaaaa!) hat Raphael allerdings teilweise etwas Bauchweh und drückt dann nachts immer wieder mal. Davon werde ich wach… 😏 wenn wir gegen 3 oder 4 Uhr wach werden, habe ich manchmal Probleme wieder einzuschlafen. Aber who cares. 😏

Ansonsten geht es uns sehr gut und Raphael ist wirklich ein total liebes Baby, das kaum schreit. Ein richtiges Anfängerbaby. 😍😍😍

Sekundäre Sectio nach Einleitung (Geburtsbericht) ET+4 bzw. ET +8

Gleich vorweg, ich bin mit dem Kaiserschnitt absolut im Reinen. Auch wenn hier und da einige Tränchen gekullert sind, war es absolut sinnvoll, dass der Kaiserschnitt gemacht wurde. Außerdem habe ich mich nicht auf etwas festgelegt und wusste, dass es immer anders laufen kann als gewünscht. Das kann ich auch nur jedem raten, dass man sich nicht auf etwas versteift, sondern für alle Möglichkeiten offen und realistisch bleibt. Viel „Spaß“ beim Lesen: 😊

Der letzte Stand war ja der Vorsorgetermin am Samstag. Schon dort hatte ich, auf anraten des Arztes, meine Kliniktasche dabei und ich hatte sie auch im Auto gelassen. Gebraucht haben wir sie an diesem Samstag aber nicht.

Montag, 08 Uhr, sollten wir wieder in der Klinik sein. Dort wurde wie üblich erst einmal CTG geschrieben. Danach kam der Arzt und meinte, dass wir heute noch mit der Einleitung beginnen, da das CTG nicht mehr 100% zufrieden stellend war und die Fruchtwassermenge an der unteren Norm. Ein Wehencocktail kam deswegen auch nicht mehr in Frage. Eingeleitet werden sollte mit Cytotec.

Nachdem der Arzt uns aufgeklärt hatte und ich mein Einverständnis abgegeben habe, bekam ich die erste Dosis 25 mg Cytotec. Sehr witzig fand ich, dass der Arzt meinte, die Kombination, Sie und ihr erstes Baby, die ist einzigartig und wird auch nie wieder kommen. Sie sind keine Maschine auf die man drückt und unten kommt das fertige Baby raus. Deswegen kann man nicht wissen, wie Sie und das Kind auf die Einleitung reagieren und wir müssen abwarten.

Nachdem ich die erste Tablette geschluckt habe, wurde weiterhin CTG geschrieben und danach sollten wir uns anmelden gehen und um 11 Uhr wieder zum CTG erscheinen. Wir also zur Anmeldung geschlappt, einige Unterlagen bekommen und ausgefüllt und dann auf der Wöchnerinnenstation vorgestellt. Dort war eine etwas resolute Schwester, die mich gleich mitgenommen hat, bevor ich irgend etwas sagen konnte. Bevor sie mich dann ins Zimmer, zu einer anderen Frau die kurz vorher entbunden hatte, stecken konnte, konnte ich sagen, dass wir ab Geburt ein Familienzimmer möchten. Daraufhin bekam ich erst einmal ein leeres Zimmer.

Dann war es auch schon wieder kurz vor elf und wir haben uns auf den Weg zum Kreißsaal gemacht. Dort wurde CTG #2 geschrieben für circa 45 Minuten. Danach durften wir wieder gehen. Wir haben uns für das Mittagessen entschieden und einen kurzen Spaziergang. Bis dahin hatte sich noch nichts getan und ich merkte nichts.

Wir gingen wieder zum Kreißsaal (gegen 13 Uhr) und ich bekam die nächste Dosis Cytotec. Jetzt wurde die Dosis auf 50 mg erhöht. Und wieder gab es CTG. #3. Wir gingen danach etwas spazieren und so langsam merkte ich, dass sich was tut. Aber wirklich nur miniminimal.

Gegen 15 Uhr gab es CTG #4. Dort sah man immerhin mal kleine Aufschläge.

Jetzt im Nachhinein sieht man da schon, dass die Herztöne unter den „Wehen“ etwas nach unten gehen. Auch sieht man hier recht gut die enge Herzlinie. Damit ist gemeint, dass die Ausschläge sehr nah beieinander sind.

Den zeitlichen Verlauf weiß ich gar nicht mehr, aber zwischen 17 und 18 Uhr gab es die dritte und letzte Dosis Cytotec inklusive CTG #5.

Ich merkte mittlerweile schon etwas mehr, aber grundsätzlich nicht der Rede wert. Ausschläge auf dem CTG waren nicht immer zu sehen, nur manchmal, aber ich musste mich in den zwanzig Sekunden, wenn eine „Wehe“ kam, doch schon auf mich konzentrieren und konnte / wollte mit niemandem reden. Der Hebamme waren die Herztöne vom Bub immer noch zu eng und ich sollte eine Infusion bekommen. Ich bat darum, den Zugang in der Mitte vom Arm zu legen und nicht in der Ellenbeuge oder am Handrücken, da man am Arm mehr Bewegungsfreiheit haben soll. Die Hebamme hat dies aber abgewiegelt und den Zugang in der Ellenbeuge gelegt.

Meinen Mann habe ich in der Zwischenzeit noch in einen Laden geschickt, damit er sich etwas zum Abendessen holt. Er war ja noch nicht als Begleitperson im Familienzimmer gemeldet, da wir das Familienzimmer erst ab Geburt wollten. Er wollte erst nicht gehen, aber wenn ich an Infusion und CTG hänge, kann er eh nicht viel machen und ich wollte gerne mit ihm zu Abend essen, das war mir wichtiger. Er hat sich dann breit schlagen lassen und ist gegangen.

Ich weiß nicht wieso, aber als er weg war, kam irgendwie alles zusammen. Die Einleitung, der lange Tag, die engen Herztöne, die Infusion, die falsch gelegte Nadel, kaum nennenswerte Wehen. Bäm. Die Tränen sind gekullert. Und gekullert. Ich wollte gar nicht weinen und hatte auch nicht das „Bedürfnis“ es zu tun. Es kam einfach so über mich. Hormone halt. 😏 Irgendwann durfte ich dann auf mein Zimmer und was hab ich getan? Weiter geheult. Ein bisschen konnte ich mich dann beruhigen. Und dann kam mein Mann. 🙈 Keine weiteren Worte nötig.

Er hat mir dann mitgeteilt, dass er sich entschieden hat, doch schon ab heute bei mir im Familienzimmer zu schlafen. 😍 So hat er dann die Anmeldung gemacht und er bekam sein Bett.

Ein paar Tage nach dem wir entlassen wurden, hat mir mein Mann erzählt, dass meine Heulerei letztendlich der ausschlaggebende Punkt war, dass wir das Familienzimmer schon vor der Geburt genommen haben. Er hatte schon überlegt, wie er mich mit gutem Gewissen alleine im Krankenhaus lassen soll und ich habe ihm die Entscheidung abgenommen. 🙈

Nach dem Essen sind wir noch eine Runde spazieren gegangen. Ich hatte immer noch leichte „Wehen“ wie den ganzen Nachmittag schon. Teilweise musste ich dabei stehen bleiben. Um neun waren wir wieder beim CTG. #6… 😏 Und wie man sieht, sieht man nix:

Ich hatte allerdings die „Wehen“ (siehe Herztöne) nur im Rücken gemerkt. Das CTG ging ewig, weil die Hebamme nicht zufrieden war. Um kurz vor Mitternacht durften wir gehen, um eins sollte ich aber wieder kommen, da die Hebamme auf Nummer sicher gehen wollte. Ich bekam noch ne Buscopan gegen die Schmerzen. Irgendwie hatte ich da bereits das Gefühl, dass es auf einen Kaiserschnitt raus laufen könnte.

Mein Mann ist zum Glück eingeschlafen und ich bin um eins wieder zum CTG gedackelt. Wären wir bei #7. Dieses Mal hing ich wieder eine Stunde, die Hebamme war aber zum Glück zufrieden und ich durfte schlafen gehen. Vorher hat die Hebamme noch nach Gebärmutterhals geschaut, welcher endlich verstrichen war. Der Muttermund war auf dem Weg nach vorne und fingerdurchlässig.

Die Nacht war in Ordnung, ein paar „Wehen“ hatte ich immer noch, die aber dank Buscopan aushaltbar waren und im Schnitt so alle 15-30 Minuten kamen.

Geweckt wurden wir durch das Frühstück, dass um kurz nach sieben schon kam. 🙈 Wir haben gefrühstückt, uns frisch gemacht und sind gegen 08:30 aus unserem Zimmer, wieder Richtung Kreißsaal. Dort hieß es – wer möchte raten 😉 – CTG, sowie die nächste Dosis Cytotec. Die Herztöne waren wieder ziemlich eng, deswegen bekam ich wieder eine Infusion angehängt. Außerdem bekam ich die Dosis Antibiotika aufgrund des positiven Streptokokenabstrichs. Die ganze Prozedur dauerte dieses Mal fast zwei Stunden. Natürlich die ganze Zeit am CTG.

Wir waren dann kurz im Zimmer, da wir gegen 11 Uhr schon wieder beim CTG sein sollten.

Während ich da so am CTG hing, kam auch mal der Arzt vorbei. Die Abteilung hat unter anderem zwei Chefärzte, die sich echt auch viel Mühe bei den Patienten geben. Er sagte dann die „zauberhaften“ Worte:

Die Herztöne gefallen uns nicht so gut, da diese unter den Wehen schon immer nach unten gehen. Wir wissen nicht, wie das Kind dann erst auf richtige Geburtswehen reagieren wird. Eventuell sollten Sie sich auf einen Kaiserschnitt einstellen.

Da war es ausgesprochen. Kaiserschnitt. Eventuell. Na prima. Mein Mann und ich haben uns erst einmal nur angeschaut. Geredet haben wir nicht wirklich was. Ich habe dann kurz darauf den Arzt draußen mit einer Hebamme (vermutlich) reden hören, dass der Kaiserschnitt um 12:30 angesetzt wird. Da sagte ich zu meinem Mann, die meinen bestimmt uns. Prompt kam der Arzt wieder rein und sagte, dass wir den Kaiserschnitt machen. Aus Sicherheitsgründen. Es kommt gleich jemand zum aufklären. Aber es bestehe keine Eile, es ist sonst alles gut. Wusch, war er weg und prompt kullerten wieder die Tränen. Und wieder weiß ich nicht, wieso die Tränen kamen. Sie kamen einfach und jedem musste ich erklären, dass es nur die Hormone sind.

Dann ging das Gewusel los. Die Ärztin kam zur Aufklärung (nein, will man alles nicht wissen), die Hebamme bereitete mich vor, der zweite Chefarzt schaute noch einmal aufs CTG, die Anästhesieärztin klärte mit mich auf (Nein, auch das will man nicht wissen) und Pfleger brachten mein Bett. Dann musste ich mich auf das Bett rüber hieven und ab ging die wilde Fahrt Richtung OP. Dann musste ich mich von meinem Mann verabschieden, der erst später in den OP kommen würde. Vor der OP-Schleuse, aber in einem Zwischengang, musste ich mich auf die OP-Liege hieven. Mit Katheter und Kugel, auf dem Rücken, ist das echt nicht einfach! Dann wurde ich mit einem Laken zugedeckt. Das war vorgewärmt! Mega genial! 😍 Die Hebamme war dann auch die ganze Zeit an meiner Seite und ein pfleger, der mit Vorbereitungen getroffen hat und mega witzig war. Er hat versucht die ganze Zeit mich ab zu lenken. Hat auch funktioniert, geheult habe ich trotzdem die ganze Zeit. 😂

Dann ging es in die Schleuse zur Spinalanästhesie. Den runden Rücken machen fand ich gar nicht so schlimm. Der Vorbereitungstyp hat mich in den Arm genommen und Witze gerissen, dass ich ganz legal in den Armen eines anderes Mannes liegen kann. Mein Kommentar dazu war „und heulen“ 😂. Es ist sicherlich nicht jedermann’s Sache, wenn solche Witze gemacht werden, aber es ist mein Humor und ich habe entsprechend auf die Witze reagiert. Die Hebamme hat auch die ganze Zeit meine Hand gehalten und die Anästhesieärztin war ultra nett und hat alles erklärt. Die Lokalnarkose habe ich eigentlich gar nicht gemerkt und die Spritze zur Spinale auch eigentlich nicht. Ein bisschen Druck vielleicht, aber das war es auch schon. Dann durfte ich mich wieder hinlegen und ich wurde gefragt, ob ich schon eine Veränderung merke. Es wurde am Popo dann langsam warm, was sich immer weiter Richtung Zehen gearbeitet hat. Dann wurde ich in den OP geschoben, das OP Hemdchen hoch gehangen (wofür zum Geier hat man die eigentlich an, man liegt da eh wie ein Stück Fleisch 🙈😂), das OP Tuch wurde aufgehangen und ich gefragt, ob ich meine Beine noch spüre. Ich sagte, dass ich die nicht mehr spüre, aber meine Zehen noch bewegen kann. Musste ich auch gleich vorführen und so wurde noch etwas gewartet. Dann wurden wohl Wärme und Kältetests durchgeführt, davon habe ich aber nichts mehr gemerkt. Die Anästhesieärztin sagte mir, dass mein Mann draußen im Flur Rillen in den Gang läuft. 😂 Währenddessen unterhielt sich das Op-team über irgendwelche neuen Abdecktücher, die so gut seien, nachdem es mit den alten bei einer Sectio Probleme gab (Dinge die man im OP auch nicht hören will… Zusammen gereimt habe ich mir, dass ein Tuch beim schweißen wohl Feuer gefangen hat und die Patienten dann Verbrennungen erlitten hat .. 😬 aber zum Glück !NEUE TÜCHER!). Ich wurde an alle möglichen Geräte angeschlossen und dann kam mein Mann. 😍 Geheult hab ich natürlich weiterhin. 😂

Die Anästhesieärztin informierte uns, dass es gleich soweit wäre und schwups, sprach der Arzt: Da ist er! Ich habe erst einmal ganz verwundert nach rechts geschaut (links saß mein Mann) und habe nichts gesehen. Dann habe ich nach oben geschaut und ein rotes Bündel gesehen. Dann schoß mir der Gedanke durch den Kopf, warum schreit er nicht und prompt ging die Sirene los. Was war ich erleichtert und die Tränen kullerten wieder. Er wurde dann eingepackt und mir ans Gesicht gehalten. Ich habe ihm Hallo Schatz, schön das du da bist zugeflüstert und er war ganz brav. 😍 Hat mich mit großen Augen angeschaut und sich gewundert, was da gerade passiert ist. Dann ist er mit Hebamme und meinem Mann Richtung Kreißsaal während ich zugenäht wurde. Die Anästhesieärztin hat weiterhin die ganze Zeit mit mir geredet und mich abgelenkt. Sie erzählte mir, dass zu Raphael’s Geburt nach Tagen endlich die Sonne raus gekommen sei. 😍

Nachdem der Adrenalinpegel gefallen ist, wurde mir schlecht und kalt. Ich habe so gefroren. Gegen die Übelkeit bekam ich irgend ein Mittel und noch ein vorgewärmte Tuch gegen das frieren. Gefühlt hat das zunähen ewig gedauert und da habe ich mir zum ersten Mal gedacht, eine Vollnarkose wäre gar nicht so schlecht. 🙈 Insgesamt hat es wohl 45 Minuten gedauert, aber durch die Ablenkung der Anästhesieärztin ging es einigermaßen. Morbide wie ich bin, hätte ich aber auch gerne in meinen Unterleib geschaut. 😅

Ich wurde dann in den Aufwachraum gebracht, kalt war mir immer noch und keine fünf Minuten später kamen meine zwei Männer. 😍 Mein Mann und ich schauten uns nur an und die Tränen kullerten schon wieder bei uns. Wir konnten nicht reden, es ging einfach nicht. Raphael wurde mir auch gleich von der Hebamme angelegt und bis auf wickeln habe ich ihn die nächsten 24 Stunden nicht mehr los gelassen. Ich bekam dann noch was gegen die Schmerzen und die Schwester meinte, dass ich davon duselig und müde werden kann. Kaum war sie weg, merkte ich die Spritze auch schon und sagte zu meinem Mann, dass ich glaub ich wirklich einschlafe und er aufpassen soll, dass mir der Kleine nicht aus dem Arm rutscht und wusch, weg war ich. Geilen Stoff haben die da. 😜 Ich weiß nicht wie lange ich geschlafen habe, aber eine Stunde war es bestimmt.

Nach dem die Werte zufriedenstellend waren, wurden wir aufs Zimmer gebracht. Unsere Familien informierten wir standesgemäß per WhatsApp (wir konnten einfach beide nicht sprechen ohne direkt los zu heulen 🙈), aber keiner nahm es uns übel. Dann verbrachten wir die ersten Stunden und die Nacht zu Dritt im Familienzimmer. 😍

Im Entlassungsbericht stand dann drin, dass das Fruchtwasser grün war. Das heißt, dass Raphael irgendwann – vermutlich während der Einleitung – schon so viel Stress hatte, dass das Kindspech abgegangen ist. Daher war es auch aus dieser Hinsicht richtig, dass der Kaiserschnitt gemacht wurde.

Der Chefarzt kam am nächsten Tag mit den Worten, dass mein Kind alle die ganze Zeit verarscht hatte. 😂 Es ging ihm halt so prächtig, das hatte wohl keiner anhand der CTGs erwartet. 😏

Die Betreuung im Krankenhaus war wirklich sehr gut und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Ich konnte zum 50. Mal klingeln und es war kein Problem. Die Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern machen ihren Job wirklich gerne und das merkt man und nicht umsonst, hat die Geburtsstation bei uns im Umkreis den besten Ruf.

Natürlich hätte ich auch gerne die Möglichkeit einer normalen Geburt gehabt. Allerdings hatte ich auch schon echt Respekt vor den Schmerzen, nachdem die Minieinleitungswehen teilweise schon etwas weh taten. Ich wollte mir nicht vorstellen wohin das noch hätte führen sollen. Im Endeffekt kam es genau richtig wie es gekommen ist und deswegen habe ich auch keine Probleme mit dem Kaiserschnitt.

Staphylodermie nach einer Woche

Ich weiß nicht, wie schnell normalerweise die Haut nach einer staphylodermie heilt, aber seit die infizierte Oberhaut abgefallen ist, geht die Heilung echt rasant. Man sieht mittlerweile nur noch eine leichte Rötung. Das ist der Stand nach einer Woche nach Blasenbildung, davon 4 1/2 Tage mit Antibiotika:

Verlauf Staphylodermie

Seit zwei Tagen sind wir jetzt stationär im Krankenhaus. Es geht uns soweit gut und der Bub macht sich auch gut in dieser fremden Umgebung. Er nimmt weiterhin zu, ich Stille voll und auch das Team hier ist sehr nett. Einzig ein bisschen Bauchweh hat er, das kann vom Antibiotika kommen und der Popo ist etwas rot. Das kann nur wund sein oder auch ein beginnender Pilz aufgrund des Antibiotikas. Das wird weiter beobachtet.

Das Abstrichergebnis sollte morgen kommen, dann wissen wir auch, ob es wirklich staphylodermie ist. Aber, dadurch dass die Wunde schon beginnt zu heilen, scheint das Antibiotika zu wirken und die Verdachtsdiagnose gar nicht mal so falsch.

Ich habe mich entschlossen, Fotos der Infektion hoch zu laden, damit man sieht, wie schnell sich das eigentlich entwickelt hat. Wer weiß wohin das noch geführt hätte. 😮 die Qualität der Bilder ist nicht so prickelnd. Ich kann dem Kind ja schlecht direkt ins Gesicht blitzen. 😏

Dinge die die Welt nicht braucht…

Ist eine staphylodermie.

Irgendeine dumme Infektion, die die Wunde am Mund verursacht. Wir sind aktuell auf dem Weg ins Krankenhaus, da der Bub für orale Antibiotikagabe noch zu klein und zu leicht ist.

Die Muddi ist mit den Nerven natürlich auch am Ende. Er ist doch noch so klein. 😭😭😭😭